Wieder mal steht ein Besuch auf der Insel an. Vorbereitungen laufen, was muss alles mit, was fehlt gerade und ist hier in Deutschland besser zu bekommen oder günstiger. Die ersten Flugpaten melden sich….

Dann geht’s endlich los. Wir werden von Mascha am Flughafen empfangen. Die hatte gerade Hunde nach Deutschland eingecheckt, die in ihr neues Zuhause fliegen. Auf dem Arm Filipo gerade an diesem Tag gefunden..lieber kleiner Zwerg



Ein paar Tage später, Besuch in der privaten Auffangstation im Süden. Wasser wurde noch nicht von der Gemeinde geliefert, also Autos mit Kanistern beladen, an die Wasserstelle fahren, befüllen und ab zu den Hunden, die schon warten. Nette Flugpaten sind auch da. Sie wollen sich das alles mal ansehen, haben auf dem Hinflug 2grosse Boxen transportiert und helfen spontan mit, den Hunden frisches Wasser zu geben. Ausserdem haben sie einen ganzen Koffer mit speziellem Futter dabei. Aus Deutschland eingeflogen und auf einige Klamotten verzichtet für die Fellnasen…großartig

Wieder ein Beweis, jeder kann helfen. Alle Hunde können sich nun austoben, kommen aus den Gehegen und laufen und toben durch das Areal. Plötzlich….da ist ein Hund der hier nicht her gehört…Ein Welpe, über den Zaun in ein Gehege geworfen, mit Halsband. Na prima, wieder ein neuer. Also erstmal füttern und dann bekommt er einen Einzelplatz, sozusagen Quarantäne, erstmal zum beobachten. Später stellt sich aber heraus es ist ein Mädchen und in gutem Zustand.

Jetzt ist die Zeit, wo eigentlich täglich Anrufe eingehen.“Hallo, hier sind Welpen die brauchen Hilfe“Hallo, hier ist ein Hund am Baum angebunden, total abgemagert “Wir sitzen auf der Terrasse und reden über alles, Mascha erzählt sie braucht dringend einen München Flug. Ich sage ok wir werden mal überall nachfragen…wird schon…da klingelt wieder das Telefon…Hallo wir fliegen nächste Woche nach München und wollten Flugpaten werden da ist er wieder, Kollege Zufall oder auch Glück. Die Leute sind auch sehr interessiert und kommen in den nächsten Tagen ebenfalls vorbei. Da passiert es, sie verlieben sich in einen unserer Schützlinge.PabloEs wird noch drüber geschlafen aber dann steht fest, Pablo hat ein neues Heim und darf mit nach München ausfliegen, mit dem Patenhund, dessen Familie schon wartet….

Auch ein Besuch im Tierheim der Stadt steht auf dem Plan. Bei den Ankunft, ist draussen eine liebe Hündin an eine Hütte geleint, gerade an diesem Morgen dort „entsorgt“ mitsamt dem Welpen…nur einer..komisch aber wer weiss was sie erlebt hat und wo sie herkommt. Sie ist einfach nur lieb und wird dort nun erstmal in Sicherheit sein

Drinnen ca.300 Hunde nun wo das Tierheim wieder unter privater Leitung ist, sind die Zustände dort wieder besser oder sagen wir erträglicher geworden. Alle Hunde werden so gut wie möglich versorgt, die kranken behandelt und sie tun was sie können….trotzdem es tut weh das zu sehen. Nicht zu vergleichen mit unseren Tierheimen hier. Es werden so viele wie bezahlbar ist kastriert. Viele Menschen dort arbeiten an dem Problem, fangen Hunde ein zum kastrieren, dann müssen sie wieder auf die Strasse zurück wenn kein Platz frei ist. Leider werden viele Hunde dann von den Autos überfahren, sterben daran oder werden schwer verletzt. An diese Bilder werde ich mich nie gewöhnen…aber wir arbeiten  ja dran, dass es besser wird und werden auch nicht aufhören, egal was andere sagen, für jedes einzelne Hundeleben lohnt es sich zu kämpfen. 

Am Katzenhaus in Kalithea, das gleiche Bild. Fast täglich erlebt man Überraschungen wenn man morgens zum füttern geht. Viele Kitten, oft nicht überlebensfähig, einfach dort entsorgt,oder auch Touristen, die vorbei kommen weil sie ein Kitten gefunden haben. Sie werden zwar dort bleiben können, sind aber dort nicht sicher, weil sie einfach noch zu klein sind und auf die Strasse laufen oder eben krank werden. Einige werden privat aufgenommen bis sie gross genug sind. Dort werden alle die alt genug sind kastriert 

Jetzt während der Saison kommen auch täglich Touristen und bringen Futter, interessieren sich sehr für die Arbeit dort und geben auch mal Spenden.das ist jedes mal eine schöne Erfahrung und man hat nette Gespräche. Solange es noch diese Menschen gibt, denen es nicht egal ist was in anderen Ländern mit den Tieren passiert gibt es Hoffnung.Ich möchte mich bei diesen Menschen bedanken, die uns immer weiter unterstützen, in welcher Form auch immer.

 

Andrea Wegner