Krankheiten

 

Welche Mittelmeerkrankheiten gibt es?

 

Hunde aus südlichen Ländern können mit diversen Krankheiten infiziert sein. In erster Linie zählen hierzu Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose, Borreliose und Dirofilariose.

 

Was ist „Leishmaniose“?

Bei der Leishmaniose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Leishmanien hervorgerufen wird. Leishmanien sind Parasiten, die durch die Sandmücke übertragen werden. Sie können u.a. die inneren Organe, sowie die Lymphknoten und das Knochenmark des Hundes befallen und schwerste Schäden verursachen.

Die Leishmaniose verfügt über eine außerordentlich lange Inkubationszeit. Diese kann von einem Monat bis zu 7 Jahre betragen, so daß bei der Diagnosestellung nicht immer sicher geklärt werden kann, in welcher Region sich der Hund infiziert hat, da auch lange zurückliegende Reisen ursächlich für die Infektion sein können.

Zu den Symptomen der Leishmaniose zählen u.a.:

- ein kreisrunder Haarausfall um die Augen
- sehr schlecht heilende Wundstellen / Ekzeme
- Lahmheit
- Fieber
- Durchfall
- Apathie
- Abmagerung
- Schwellung der Lymphknoten
- Eine übermäßige Verhornung der Haut
- sehr starker Durst
- krankhaft gesteigerte Urinausscheidung

Leishmaniose ist durchaus behandelbar, allerdings ist eine vollständige Heilung der Krankheit nicht zu erwarten. Auch läßt sich die Lebenserwartung nicht genau einschätzen. Ursächlich hierfür ist der Grad der Erkrankung, ob z.B. bereits Organschädigungen vorliegen. Bei einer günstigen Prognose kann ein an Leishmaniose erkrankter Hund durchaus ein respektables Alter erreichen.

 

Was ist „Ehrlichiose“?

Viele Hunde im Mittelmeerraum leiden unter Ehrlichiose. In der Regel wird diese Krankheit durch die braune Hundezecke übertragen, daher auch ihre Häufigkeit. Bei der Ehrlichiose vermehren sich die Erreger in  Zellen der Immunabwehr. Zu Beginn macht sich die Erkrankung durch Mattigkeit und Leistungsschwäche bemerkbar, später treten Blutungen (z.B. Nasenbluten) auf. Rechtzeitig erkannt ist Ehrlichiose sehr gut behandelbar. Über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen wird ein Antibiotikum gegeben und danach ist die Erkrankung in der Regel ausgeheilt.  

 

Was ist „Babesiose“?

Diese Krankheit wird auch "Hunde-Malaria" genannt. Die Erreger der Babesiose werden durch Zecken übertragen. Einzeller vermehren  sich in den roten Blutkörperchen des Hundes und zerstören sie. Dadurch wird unter anderem Blutarmut (Anämie) und Gelbsucht ausgelöst. Der Zellzerstörung folgen heftige Immunreaktionen, die die Erkrankung erheblich erschweren. Symptome sind hohes Fieber und Blässe der Schleimhäute.
Zwischen Infektion und Ausbruch der Erkrankung liegen fünf Tage bis vier Wochen.
Bei einer frühzeitig eingeleiteten Therapie ist die Behandlung der Infektion durchaus erfolgsversprechend. Wird die Infektion allerdings spät erkannt, kann dies den Tod des Hundes zur Folge haben.

 

Was ist „Borreliose“?

Die Borreliose ist mit Abstand die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung. Die Borreliose äußert sich beim Hund meist unspezifisch mit Bewegungsunlust, Mattigkeit oder Fieber. Später folgen Gelenkentzündungen. Die Infektion mit Borrelien erfolgt normalerweise erst nachdem eine infizierte Zecke 12 bis 24 Stunden Blut gesaugt hat. Sie sollten Ihren Hund daher regelmäßig nach Zecken absuchen und diese mit einer speziellen Zeckenzange vorsichtig entfernen. Sollte sich Ihr Hund dennoch mit dem Erreger infiziert haben, ist die Erkrankung mit einem Antibiotikum gut behandelbar.Seit einigen Jahren ist eine vorbeugende Impfung gegen Borreliose möglich.  

 

Was ist „Dirofilariose“ (Herzwürmer)?

Der Erreger der Dirofilariose ist ein Parasit namens „Dirofilaria immitis“. Die Larven des Erregers bezeichnet man als Mikrofilarien, deren Entwicklung in 4 Larvenstadien unterteilt ist, wobei die Entwicklung von Stadium 1 zu Stadium 3 in der Stechmücke erfolgt.

Kommt es nun zu einer Übertragung der Mikrofilarien durch die Stechmücke auf den Hund, erfolgt die Entwicklung zum Larvenstadium 4 und die Parasiten wandern in die Blutgefäße des Hundes. In den folgenden 3-4 Monaten, entwickeln sich aus den Larven die adulten (ausgewachsenen) Herzwürmer, die so genannten Makrofilarien. Diese befallen dann vornehmlich die rechten Herzareale und die nahen Hohlvenen.

Die Symptome einer Dirofilariose treten erst nach der Entwicklung zum adulten Herzwurm auf und sind abhängig von der Schwere des Befalls.

Zu den Symptomen gehören:

- herabgesetzte Leistungsfähigkeit mit schneller Ermüdung
- Atemnot, Husten und Ödeme, verursacht durch eine Herzinsuffizienz
- Nieren- und Leberinsuffizienz

Wie gut die Dirofilariose behandelbar ist, hängt stark von der Schwere des Befalls ab. Bei einem sehr starken Befall kann es infolge des massenhaften Absterbens der Makrofilarien innerhalb einer medikamentösen Therapie z.B. zu Trombosen oder Blutungen kommen. Die alternative, operative Entfernung der Herzwürmer bei starkem Befall beinhaltet ebenfalls ein hohes Risiko und kann nicht überall durchgeführt werden.

 

Unsere Hunde werden selbstverständlich alle geimpft, gechipt, kastriert und per Schnelltest auf Leishmaniose, Dirofilariose, Ehrlichiose und Borreliose getestet. Außerdem wird eine regelmäßige Prophylaxe gegen Parasiten durchgeführt.

 

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